Fénix_2.jpg

Neuer Reaktionsbehälter ermöglicht dynamische Batterietests

Das Unternehmen Tiyo bereitet die Inbetriebnahme eines dritten Reaktionsbehälters für Tests unkontrollierter Batteriereaktionen vor. Dieser ermöglicht eine Erhöhung der Testkapazität für Batteriezellen und -module.

Testingenieure und Techniker können hier künftig dynamische Batterietests und andere Abuse-Tests durchführen, die erhöhte Sicherheitsvorkehrungen erfordern.

Den ersten Reaktionsbehälter mit Stahlwänden und Löschsystem hat das Labor in Hořice bereits vor einigen Jahren angeschafft. Die steigende Kundennachfrage nach Risikotests an Batterien erforderte eine Investition in den weiteren Ausbau des „Batterie-Dorfes“. Dadurch wird es möglich sein, mehr Tests gleichzeitig durchzuführen, und die Wartezeiten für die Durchführung der Tests werden verkürzt.

„Die Kapazität des bestehenden Reaktionscontainers reichte uns nicht mehr aus, außerdem haben wir Anfragen von Kunden nach dynamischen Batterietests, die wir bisher nicht durchführen konnten“, erklärt Michal Rašek, Leiter des Batterietestteams. Dynamische Tests simulieren einen heftigen Aufprall. Dabei kommen verschiedene Formen von Impaktoren zum Einsatz, mit denen auf die Batteriezellen aufgeschlagen wird. Gemessen wird die Aufprallgeschwindigkeit, und Teil des Tests ist auch eine Kameraaufzeichnung.

Maßgeschneidert für Tiyo

Der neue Container wurde speziell für das Labor in Hořice maßgefertigt. „Aufgrund der dynamischen Tests verfügt er über einen verstärkten Boden. Wir gehen davon aus, dass wir ihn auch für andere Arten von Belastungstests nutzen werden, wie zum Beispiel Kurzschlusstests“, bemerkt Michal Rašek.

Seit Ende März nehmen die Techniker den mehr als vier Meter langen und über drei Meter breiten Container in Betrieb. An der Außenseite haben sie eine Isolierung angebracht, sie installieren Abluftkanäle und schließen die Anlage an ein sechsstufiges Filtersystem an, das aus Metall- und Taschenfiltern, Aktivkohle und Zeolith besteht.

Der Container wird mit Messtechnik, Beleuchtung und einem Kamerasystem einschließlich einer Wärmebildkamera ausgestattet. Die bestehende Bedienungszelle wird für beide benachbarten Reaktionscontainer dienen. Nach der Ausstattung folgen die ersten Testläufe. „Wir wollen den Container im Laufe des Mai voll in Betrieb nehmen“, erklärt der Leiter des Batterietestteams.

Tiyo beschäftigt sich seit 2020 mit dem Testen von Traktionsbatteriezellen und -modulen. Zunächst wurden Zyklus- und Funktionstests mit einer geregelten Stromquelle durchgeführt. Zum „Batterie-Dorf“ gehört auch ein Container mit einer druckdichten Kammer mit einem Volumen von fast 500 Litern, der für die Prüfung des Wärmeabflusses von Batterien vorgesehen ist, sowie ein Logistik- oder Dekontaminationscontainer.

Erfahren Sie mehr über Tiyo

Weitere Artikel anzeigen